Karl Eschenburg

Eschenburg Karl

Fotografie

* 20. Mai 1900, † 5. November 1947, war ein Rostocker Fotograf.

Eschenburg war ausgebildeter Schiffbauingenieur und Flugzeugtechniker in den Arado-Flugzeugwerken. Er bekam zur Hochzeit 1925 einen Gutschein für eine fotografische Ausrüstung geschenkt, und dies begründete seinen Weg zum anerkannten Fotografen. Die Weltwirtschaftskrise hatte auch seinen Arbeitgeber in Mitleidenschaft gezogen, so dass es Eschenburg leicht fiel, die Leidenschaft Fotografieren zum Beruf zu machen. Er arbeitete als selbständiger Fotograf unter anderem für die „Rostocker Illustrierte“ und den Hinstorff Verlag. Seine Arbeiten erregten schon auf der ersten Werkschau 1934 in Schwerin Aufmerksamkeit und begeisterten die Kritiker, lukrative Aufträge folgten. Diese ermöglichten es ihm, mit dem Automobil – anfangs einem Hanomag 2/10 – auch die weitere Umgebung zu dokumentieren.

Dem Autodidakten Eschenburg gelang es, seine Heimat Mecklenburg, besonders aber Rostock und Warnemünde, mit gekonnter Objektivität, aber auch mit einem liebenswerten Zug für die Nachwelt festzuhalten. Immer war er auf der Suche nach dem besonderen, etwas anderen Motiv, wenn es auch in der Zeit der Plattenkameras und schwerer Holzstative teilweise schwierig war, dies zu realisieren. Eschenburg wurde 1939 zur Marine einberufen und kehrte mit einer unheilbaren Krankheit aus dem Krieg zurück. Er konnte seine Arbeit nicht wieder aufnehmen und starb 1947.

Sein großes Fotoarchiv bot schon Material für einige erfolgreiche, durch seinen Sohn Wolfhard Eschenburg herausgegebene, Bildbände und Ausstellungen. Seit 2006 befindet sich das Fotoarchiv im Eigentum der Universität Rostock.

Quelle Foto: UB-Wiki

 

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